Gesetzliche Vergütung

Das RVG und seine Unzulänglichkeiten

Für die Abrechnung der anwaltlichen Tätigkeit gilt grundsätzlich das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (Gesetzlicher Name: Gesetz über die Vergütung der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte. Kurzform: RVG)

Das Gesetz zeichnet sich dadurch aus, dass es nur unzureichend an die veränderten Verhältnisse angepasst wird. Die letzte Gebührenerhöhung gab es im Jahre 2013. Kaum eine Berufsgruppe muss sieben Jahre und länger zu den gleichen finanziellen Konditionen arbeiten.

Außerdem berücksichtigt das RVG soziale Gesichtspunkte in dem Sinne, dass Recht „für jedermann erschwinglich“ sein soll. Aus diesem Grunde ist der Gesetzgeber der Meinung, dass ein Anwalt bei einer Tätigkeit in der untersten Gebührengruppe (Streitwert bis 500,- EUR) für eine Gebühr von 58,50 EUR netto durchaus stundenlange Besprechungen führen, seitenlange Briefe schreiben und sich monatelang mit der Gegenseite auseinandersetzen kann.

Honorarabrechnung nach dem RVG

Die im RVG ausgewiesenen Honorarsätze sind Mindestgebühren, die der Rechtsanwalt nicht unterschreiten darf. Es macht also gar keinen Sinn, darum zu feilschen, ob es auch noch billiger geht. Wer unter den Sätzen des RVG abrechnet, handelt nicht nur unseriös, sondern vor allem wirtschaftlich unvernünftig.

Bei mir können Sie davon ausgehen, dass ich grundsätzlich nach den Sätzen des RVG abrechne. Komme ich aufgrund der Kenntnis Ihres Falles zu der Einschätzung, dass diese nicht kostendeckend sind, werde ich Sie darauf ansprechen und Ihnen den Abschluss einer Honorarvereinbarung anbieten. Diese kann ein Zeithonorar oder ein Pauschalhonorar beinhalten.

Auf jeden Fall wird dies eingehend besprochen, damit Klarheit herrscht.

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